LESEPROBE:
ERKENNEN
Wir haben festgestellt, der Verstand kann das Unterbewusstsein nicht erfassen. Daher ist es während Ihres Veränderungsprozesses enorm wichtig, fortwährend die klare Absicht aufrecht zu erhalten. So überlisten Sie dieses rationale, egozentrische Ding, Ihren Verstand, der dazu neigt, die Kontrolle behalten zu wollen.
Der Mensch selbst ist immer die Ursache für die Wirkung, die er erfährt. Ereignisse passieren nicht nur einfach so, rein zufällig. Es ist fällig und fällt Ihnen zu. Alles also, was Sie an Erfahrungen in Ihrem bisherigen Leben sammeln durften, geschah genau deswegen. Sie haben irgendwann einmal die Ursache dafür gesetzt. Die Wirkung folgt immer auf die Ursache.
„Nur wenn ein Arzt hinter einem Sarg hergeht, kann es manchmal sein, dass die Ursache der Wirkung folgt.“
… ein kleiner Scherz am Rande. ?
Als Ergänzung und weiteren Denkanstoß, fügen wir an dieser Stelle den Text ein, der als Teil einer sehr alten und bis vor kurzem noch geheimen Weisheit am Anfang des letzten Jahrhunderts bei Ausgrabungen, den Weg ans Tageslicht fand.
„Im Anfang gab es eine erste Ursache, die alles, was existiert, in das Sein gebracht hat. Du selbst bist die Wirkung einer Ursache, und umgekehrt bist du die Ursache von einer anderen Wirkung.“
Die Smaragd-Tafeln von Thot, Tafel 12
Das jeweilige Ereignis als solches ist auf Grund dessen immer neutral. Dem Ereignis ist es egal, ob Sie es als gut oder schlecht, leicht oder schwer bewerten. Es ist einfach die Wirkung der von Ihnen gesetzten Ursache.
Zufall ist nur der Name
für ein unbekanntes Prinzip.
Wie uns auch das Märchen verdeutlicht: Es beginnt damit, das die Müllerstochter wohl aus Angst (= Ursache) nicht offen zugibt, dass sie gar nicht in der Lage ist, Stroh zu Gold zu spinnen. Dadurch baut sich die Situation immer mehr auf, verdichtet sich und die Anforderungen des Männchens steigern sich ständig.
Es muss nicht immer pure Angst, oder was man landläufig darunter versteht, die Ursache sein. Wie im letzten Kapitel schon erwähnt, kann es alles Mögliche sein, von übersteigerte Wichtignahme der eigenen Person, einer ausgeprägten Erwartungshaltung, Selbstüberschätzung über Unzufriedenheit mit sich und der Welt, Unnachgiebigkeit, Entscheidungsschwäche und vieles mehr, was die Ursache für die ungeliebten, wiederkehrenden Wirkungen in Alltagssituationen ist.
Ja, es sind oftmals Banalitäten, die einen Gedanken- und Gefühls-Kreislauf in unserem Inneren in Gang setzen. Denn gerade diese Banalitäten des Alltags sind es, die den persönlichen Entwicklungsprozess, den es derzeit in Gang zu setzen gilt, entscheidend beeinflussen. Sie stehen sich selbst im Weg dabei, in Ihre wahre Kraft zu kommen. Was das im Einzelnen bedeutet, erfahren Sie noch. Anhand eines weiteren Alltagsbeispiels möchten wir noch besser veranschaulichen, was wir meinen.
Der Besuch im Fitness Studio nach Feierabend steht wieder mal auf dem Plan. Es ist Montag, noch dazu die kalte Jahreszeit und man weiß bereits vor dem Verlassen des Arbeitsplatzes, es wird die bekannten, regelmäßigen Kämpfe geben. Zuerst der Kampf um den Parkplatz, dann um den Spind und weiter im Gymnastikraum um den besten Platz. Vorne rechts, direkt hinter dem Instruktor, damit man auch was mitbekommt und nicht wieder diese nervige Blonde mit dem ausgeleierten T-Shirt und den Muffel-Typen, der immer so 3-Tages-Körperausdünstungen verströmt, vor sich hat, da ist der angestammte Platz.
Sie könnten sich jetzt denken, die Situation kenn ich nicht, ich gehe nicht ins Fitness Studio. Dann nutzen Sie die Gelegenheit und fühlen sich in die Situation ein, auch das ist eine Eigenschaft, die Ihnen in nächster Zeit sehr nützlich sein wird.
Sie könnten sich aber jetzt auch denken, die Situation hat nun aber wirklich nichts mit meinem persönlichen Entwicklungsprozess und schon gar nichts mit 2012 zu tun.
Weit gefehlt, meinen wir! Denn genau hinter diesen unscheinbaren Alltagssituationen liegen sie verborgen, die Gefahren, die es zu erkennen gilt, die uns unterbewusst steuern und lenken und in unerwünschte Situationen bringen. Nicht unbedingt als eins zu eins erkennbare und offensichtliche Auswirkung, sondern einfach in der Summe.
Tage können ja bekanntlich manchmal lang sein. Situation reiht sich an Situation und abends daheim angekommen, ist man fix und fertig. Wer kennt das nicht?
Interpretiert auf unser Fallbeispiel gibt es nun allerlei Möglichkeiten, um die zu Grunde liegenden Verhaltensmuster zu durchschauen und danach die verschiedensten Alternativen sie zu verändern. Hier möchten wir 3 Möglichkeiten vorstellen, die es aus unserer Sicht geben könnte, es gibt natürlich noch jede Menge mehr.
Möglichkeit 1:
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